Campingplätze… meine Erfahrungen

Campingplätze persönlich erfahren

Es ist kein Geheimnis, dass ich recht gerne im Motorradurlaub auf Campingplätzen übernachte. Und auch, wenn ich meist die Campingplätze aufsuche, die ich schon kenne, kommt regelmäßig mal ein neuer Campingplatz hinzu. Und hin und wieder ist ein echtes Schmuckstück dabei. Oft genug ist dann gerade bei diesen Campingplätzen kaum ein Motorradfahrer anzutreffen.

Im umgekehrten Fall gibt es immer mal wieder Anlagen, die zwar recht angenehm geschnitten sind, viel Service und Animation bieten aber für mich als Motorradfahrer irgendwie ungeeignet scheinen. Vor allem dann, wenn zwischen Dauercampern, Chalet-Gästen und einzelnen Wohnmobilstellplätzen noch ich ganz merkwürdig mit meinem kleinen Zelt nächtige und mich die üblichen, Feinripp-Trägerhemd-trangenden Bilderbuchcamper schräg anschauen, wenn ich es mir mit einer Dose Bier vor dem Zelt gemütlich mache, denke ich manchmal, es wäre besser gewesen, vielleicht irgendwo anders zu nächtigen.

Und damit dir so etwas nicht passiert, habe ich mal eine kleine Liste von Campingplätzen zusammen gestellt, auf denen ich mich mehr oder weniger wohl gefühlt habe.

Wenn du auch so einen Stellplatz kennst, nur her damit. Die Liste wartet auf Ergänzung.

Camping „Via Claudiasee“

Pfunds, Österreich, unterhalb des Reschenpass

Diesen Campingplatz habe ich bereits mehrfach besucht. Er liegt unterhalb des Reschenpass, nahe der Abzweigung zum Zollausschluss-Gebiet Samnaun.

Der Campingplatz macht auf mich bislang einen eher improvisierten Eindruck, alles ist (bereits seit Jahren) irgendwie noch in der Mache. Andererseits ist die Lage halt einfach perfekt, die Landschaft einfach nur klasse und der Badesee (gehört zur Anlage) wirklich angenehm.

Der Kiosk ist nur sehr mäßig bestückt, in der nächsten Ortschaft bietet sich jedoch ein Supermarkt zum Einkauf an.

Noch ein kleiner Rat: Zieh dich warm an. Der Campingplatz liegt in einem Tal, geradezu in einem Loch. Wird echt schattig in der Nacht.

Camping „Gloria Vallis“

Glurns, Südtirol, Italien

Hier bin ich mal aus Zufall gelandet. War bestimmt kein Fehler. Nicht allzu großer, sehr gepflegter und sauberer Platz zwischen Reschenpass und Meran.

Auf dem Platz gibt es einen kleinen Kiosk mit eher magerem Angebot, ein ordentliches Restaurant und einen Pool. Alles sehr ordentlich und mit moderaten Preisen. Für deinen abendlichen Einkauf musst du aber ins nächste Dorf, dort gibt es einen kleinen Laden.

Der Platz ist übrigens mit WiFi ausgestattet, ohne Extrakosten.

Definitiv eine Empfehlung.

Waldcampingplatz Meyersgrund

Ilmenau, Thüringer Wald

Diesen Platz habe ich zum ersten Mal 2016 mit meinem Junior besucht. Mitten im Wald (also echt tief in der Pampa) gelgen liegt diese recht große Anlage mitten im Thüringer Wald. Ich war zur Hauptsaison hier und es war nur mäßig was los.

Die Anlage ist sehr großzügig bemessen, mir ordentlich Platz zum Aussuchen. Alles ist ordentlich gepflegt, das Gras gemäht, die Sanitäranlagen ordentlich. Der Kiosk ist nur sehr mäßig bestückt, der nächste Supermarkt eine halbe Weltreise entfernt.

Freizeitprogramm (organisiert) gibt es nur begrenzt, dafür wird immer an Wochenende auf dem platzeigenen Grillplatz ordentlich Würstchen und Rostbrät aufgelegt, und das für recht günstige Preise.

Alles in allem eine ganz klare Empfehlung von mir.

Campingplatz Horn

Gaienhofen, Bodensee

Hier war ich sogar mal mit Familie, ohne Motorrad. Einfacher Campingplatz am Untersee. Die Parzellen sind ganz nett angelegt, in Kreisen. Fahrzeuge sind auf dem Gelände eigentlich nicht erwünscht, obwohl auch für Motorradfahrer mal ein Auge zugedrückt wird.

Der Kiosk auf dem Platz ist eher mager ausgestattet, nur die Basics sind vorhanden. Mit dem Baden ist das auch so eine Sache. Der Platz ist nicht weit vom Bodenseeufer. Aber direkt neben dem Campingplatz ist eine Renaturierungsfläche. Das bedeutet dann, dass du alle möglichen und unmöglichen Mückenlarven, Würmer und sonstiges Getier vor dir im Wasser schwimmen hast. Hört sich jetzt nicht so problematisch an, ist aber schon ein wenig lästig.

Der Platz ist insgesamt recht sauber, die Preise für Übernachtung für die Gegend moderat.

Keine totale, sondern nur eine eingeschränkte Empfehlung von mir.

Campingpark Bad Kissingen

Hier konnte ich mal mit meinem Junior einen Zwischenstopp über Nacht einlegen. Der Platz ist meiner Meinung nach keine besondere Offenbarung, aber ordentlich, sauber und ohne irgendwelche Mängel.

Auf dem Platz selbst gibt es ein kleines Restaurant, ein großer Supermarkt ist in der Nähe.

Der Platz befindet sich nahe der Saale. Von daher würde ich beim Besuch vielleicht auch noch ein wenig Schnakenabwehrmittel mitnehmen.

Platz kann durchaus empfohlen werden.

Camping „les Mures“

Grimaud, Südfrankreich

Auf diesem Campingplatz war ich bereits mehrfach zu Gast. Dazu muss man wissen, dass in dieser Gegend (nahe St. Tropez) gleich Unmengen von Campingplätzen existieren. Aber viele davon sind alles andere als schön.

Dieser Platz ist dabei noch einer der Besseren. Recht groß, mit ausreichend dimensionierten Sanitäranlagen, einem Strand (über der Straße) und ordentlicher Kneipe am Platz ist das im Großen und Ganzen eine feine Sache. Allerdings hat der Campingplatz auch Nachteile. Wer Ruhe sucht, ist hier definitiv falsch. Weiterhin ist der Platz mitsamt dem Kiosk richtig teuer. Mit kleinem Zelt im Rahmen einer Tour mit meinem mittleren Sohn habe ich hier schon bescheidene 40 Ocken liegen lassen. Und der Stellplatz war jetzt nicht unbedingt toll. Eher klein und überschaubar. Der platzeigene Minimarkt ist übrigens auch ordentlich teuer.

Also: Der Platz ist nicht schlecht, aber die Preise sind meiner Meinung nach total unangemessen. Nur eine Notlösung für mich.

TCS-Camping Martigny

Martigny liegt in der französischen Schweiz. Am Rande der Alpen gelegen bietet sich der Campingplatz hervorragend als Basislager für zwei oder drei Tage zum Erforschen der näheren Umgebung an.

Der Platz ist recht sauber und ordentlich, die Übernachtungspreise moderat.

Programm ist hier nicht geboten, obwohl das Campingplatzrestaurant durchaus gut ist, um am Abend das eine oder andere Pils zu genießen oder morgens ein ordentliches Frühstück zu nehmen.

Kleines Schmankerl: es gibt für Schlechtwetterphasen sogar eine Art Aufenthaltsraum, wo man den Dauerregen bei Bedarf aussitzen kann.


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